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WIENER ARBElTSGEMEINSCHAFT FÜR
VOLKSGRUPPENFRAGEN –
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ARGE Gründer Dr. Heinz Tichy verstorben

Foto: Tyran

Der Gründer und Ehrenpräsident der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Volksgruppenfragen –Volksgruppeninstitut (ARGE Volksgruppen) Dr. Heinz Tichy ist in der Nacht auf Sonntag, den 24.06.2018, im Alter von 70 Jahren verstorben.

Der anerkannte Verfassungsjurist befasste sich in seiner aktiven Zeit im Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts mit Volksgruppenfragen. Er war mit der Ausarbeitung des Volksgruppengesetzes und seiner Verordnungen befasst und somit auch wesentlich mit der Einrichtung und in weiterer Folge mit der Betreuung der Volksgruppenbeiräte. Dr. Heinz Tichy war 10 Jahre hindurch Leiter der Abteilung für Volksgruppenangelegenheiten. Während dieser Zeit war er an zahlreichen internationalen Verhandlungen maßgeblich beteiligt, wie z.B. der Charta der Regional- oder Minderheitensprachen im Rahmen des Europarats und an der Erarbeitung und der Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten.

Dr. Heinz Tichy war durch rund eineinhalb Jahrzehnte Geschäftsführer des 1995 gegründeten Internationalen Zentrums für Europäische Nationalismus- und Minderheitenforschung (IZENUM). Kennzeichnend für diese Arbeit war das Bemühen um interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den in Betracht kommenden Wissenschaftsgebieten durch gemeinsame Projekte insbesondere zwischen Sprachwissenschaftlern, Sozialwissenschaftlern, Historikern und Juristen.

Im Wissenschafts-, später im Bildungsministerium war Dr. Heinz Tichy zuletzt mit der Aufgabe des Menschenrechtskoordinators betraut. Im Volksgruppenbereich war Dr. Heinz Tichy besonders mit Fragen der Roma sowie – im Auftrag des Europarats – an Berichten über die aktuelle Volksgruppensituation, unter anderem in Bosnien-Herzegowina, Albanien, Polen und der Tschechischen Republik befasst.

Dr. Heinz Tichy gründete mit Mitstreitern 1983 die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Volksgruppenfragen, deren Obmannschaft er bis 2017 ausübte. Als Ehrenobmann arbeitete Dr. Heinz Tichy bis zuletzt unermüdlich weiter. Noch am 14.06.2018 Juni bereicherte er ein Symposium zum Thema „150 Jahre Nationalitätengesetz – Ein Modell für die Zukunft“ mit einem vielbeachteten Referat, das die juristische Perspektive beleuchtete.

Mit Dr. Heinz Tichy, dem im März für besondere Verdienste um die Kroaten in Wien der Kulturpreis des Kroatischen Zentrums – METRON – verliehen wurde, verlieren wir einen profunden und anerkannten Experten in Volksgruppenfragen und einen, der sich aus voller Überzeugung in die Dienste der Österreichen Volksgruppen stellte. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

Stefan Pauer
(Obmann ARGE Volksgruppen)

150 Jahres Nationalitätengesetz

Am 14.06.2018 sprachen in der Botschaft der Ungarn anerkannte Experten über Erfahrungen und mögliche Lehren bei der Umsetzung des Nationalitätengesetztes. An der Dokumentation des Symposiums wird noch gearbeitet. [mehr-->]

METRON für Ehrenpräsident Dr. Heinz Tichy

(21.03.2018) ARGE-Ehrenpräsident Dr. Heinz Tichy wurde in einem Festakt mit dem Kulturpreis des Kroatischen Zentrums für das Jahr 2017 geehrt. Seit 2008 wird dieser Preis von einer siebenköpfigen Jury für besondere Verdienste im rund um die kroatische Volksgruppe in Wien verliehen. [mehr-->]

150 Jahre Österreichisch-Ungarischer Ausgleich

Die Wiener ARGE Volksgruppen erinnert sich mit Fachbeiträgen und einer Podiumsdiskussion an den Österreichisch-Ungarischen Ausgleich von 1867. [mehr-->]

Pressekonferenz Volksgruppen zur Nationalratswahl

Pressekonferenz der ARGE Volksgruppen (Foto: Tyran)

Ein Monat vor der Nationalratswahl beklagt die Wiener ARGE Volksgruppen den Stillstand in der Volksgruppenpolitik. Bei einer Presse-konferenz wurde ein Positionspapier mit sechs Forderungen vorgestellt, das sich an die politisch Verantwortlichen richtet. Thema war auch die europäische Bürgerinitiative Minority Safepack - europaweite Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der europäischen Minderheiten, sowie Regional- und Minderheitensprachen.[mehr-->]

Neuer ARGE Vorstand

Bei der gestrigen, ordentlichen Generalversammlung der ARGE Volksgruppen verabschiedete sich das Gründungsmitglied und Obmann seit der ersten Stunde Dr. Heinz Tichy nach positiver Bilanz aus dem ARGE Vorstand. Dr. Tichy erläutert den Wechsel im Leitungsteam der ARGE. Neuer Obmann ist Ing. Stefan Pauer, MSc. Die Generalversammlung wählte Dr. Heinz Tichy einstimmig zum Ehrenobmann. [mehr-->]

Für eine zukunftsweisendens Volksgruppenrecht!

Initiator Ernő Deák, Heinz Tichy und Jandre Palatin bei der kritischen Bilanz. [Foto: Pauer]

Volksgruppen fordern nach einer kritischen Bilanz ein Update des Volksgruppengesetzes.

Auf Initiative der „Wiener Arbeitsgemeinschaft für Volksgruppenfragen – Volksgruppeninstitut“ (ARGE Volksgruppen) bilanzierten Ende November Vertreterinnen und Vertreter sechs österreichischer Volksgruppen im Wiener Schulverein Komenský 40 Jahre Volksgruppengesetz. Ergebnis: Die Volksgruppen schrumpfen, die Sprachkompetenz sinkt. Ein neues Miteinander soll die Kontakte beleben und die Aktivitäten verstärken. [mehr-->]

Die Zukunft der Volksgruppen in Wien

In den Räumlichkeiten des Österreichisch-Slowakischen Kulturvereins diskutierten am 20.10.2016 zahlreich erschienene Gäste und ARGE-Vereinsmitglieder Beiträge des Sammelbandes „Neue Entwicklungen der Volksgruppen in Wien“. Prof. Albert F. Reiterer skizzierte in seinem Hauptreferat bemerkenswerte Zukunftsprognosen. [mehr -->]

Bundenpräsidentschaftskandidaten zu den Volksgruppen

Im Vorfeld zur Wahl des Bundespräidenten / der Bundenpräsidentin hat die ARGE die Kandidaten zu den Volksgruppen befragt. Befragt wurden jene Dame und Herren, die zum Zeitpunkt der Befragung die erforderlichen 6.000 Unterstützungserklärungen bereits nachweisen konnten: Dr. Irmgard Griss, Ing. Norbert Hofer, Rudolf Hundstorfer, Dr. Andreas Khol und Dr. Alexander van der Bellen. [mehr -->]

ARGE stellt neues Buch vor

Foto: Tyran

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte die ARGE am 5.11.2015 im Presseclub Concordia ihr neues Buch "Neue Entwicklungen der Volksgruppen in Wien" vor. Über das Buch informierten die Vorstandsmitglieder der ARGE Dr. Heinz Tichy, Dr. Ernö Deak und Mag. Richard Basler. Der Obmann der ARGE Heinz Tichy hob in seinem Beitrag die Säumigkeit der Republik Österreich bei der Umsetzung der Empfehlungen des Europarats hervor, was sich auf die Reputation Österreichs im Ausland auswirke. Einmal mehr fordert er die Novellierung des Volksgruppenrechts, entsprechend zeitgemäßer Erfordernisse. Ernő Deak verwies auf die Unsicherheit der heutigen Politiker im Umgang mit dem Thema Volksgruppen, wonach einigen nicht einmal der Unterschied zwischen Minderheiten und Volksgruppen klar sei. Richard Basler gab einen Überblick über die Inhalte des Buches, mit den beiden Schwerpunkten „Identität – Recht – Sprache“ und „Volksgruppen“. Auch Autorinnen und Autoren aus den einzelnen Volksgruppen schrieben Beiträge für dieses Buch.
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Foto: Pauer

30 Jahre Wiener ARGE - Jubiläumsveranstaltung

Am 13. November feierte die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Volksgruppenfragen –  Volksgruppeninstitut ihr 30-jähriges Bestandsjubiläum mit einer Jubiläumsveranstaltung. [mehr-->]

Foto: Tyran

Pressekonferenz: Sind die Volksgruppen kein Thema im Wahlkampf ?

Die ARGE hat am 19.09.2013 im Presseclub Concordia über die Haltung der Parlamentsparteien zu konkreten Vorschlägen für ein modernes Volksgruppenrecht informiert. [mehr-->]

Grundsätze für ein neues Volksgruppenrecht

Die bisherigen Bemühungen zur Änderung des aus 1976 stammenden Volksgruppengesetzes führten zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Es stehen generelle, grundsätzliche Menschenrechtsfragen der Volksgruppen an, welche in den letzten Jahrzehnten virulent geworden sind und dringend einer rechtsstaatlichen Lösung bedürfen. Im Spätherbst 2012 hat sich eine Reihe von Volksgruppenorganisationen, Menschenrechtsgruppen und engagierten Einzelpersonen, auf Initiative der ARGE, auf Grundsätze eines modernen Volksgruppenrechts für Österreich einstimmig verständigt. [mehr-->]